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Flensburger Schwimmklub verliert nächstes Talent: Linus Schwedler nach Magdeburg

Geschrieben von Flensburger Tageblatt.

Bericht aus Flensburger Tageblatt vom 10.08.2017

Will auch in Zukunft um Medaillen schwimmen: Deshalb wechselt Linus Schwedler jetzt vom FSK ins Mageburger Internat.  Foto: lip

FLENSBURG

Zweifacher Deutscher und Norddeutscher Jahrgangsmeister jeweils im Becken und im Freiwasser, dazu mehr als ein Dutzend Landesmeister-Titel und etliche Landesrekorde: Linus Schwedler vom Flensburger Schwimmklub (FSK) hat im Jahrgang 2005 so ziemlich alles abgeräumt, was es zu gewinnen gab. Doch seine Goldmedaille vor knapp drei Wochen bei den Norddeutschen Freiwassermeisterschaften über 2,5 Kilometer war zugleich die letzte für die Flensburger Farben. Nach Louisa Marie Obermark und Miriam Schulze, die im vergangenen Sommer ins Schwimm-Internat nach Magdeburg gewechselt waren, verlässt mit dem Zwölfjährigen ein weiteres großes Talent die Fördestadt Richtung Osten.

„Die anderen Jungs in meinem Jahrgang trainieren teilweise schon zweimal am Tag, igendwann könnte ich da nicht mehr mithalten“, beschreibt Linus, der beim FSK sechs Mal pro Woche für jeweils zwei Stunden ins Wasser springt, seine Beweggründe für den Wechsel. „Die Idee trägt er schon seit zwei Jahren mit sich herum, und seit den Herbstferien hat er schon praktisch an jedem Trainingslager der Magdeburger teilgenommen, war unter anderem auch mit in Spanien“,erzählt seine Mutter Daniela.

Überhaupt sei Linus schon als kleines Kind eine Wasserratte gewesen. Das Seepferdchen-Abzeichen mit vier Jahren in der Schwimmhalle Jarplund war für ihn ein Kinderspiel, nachdem er bereits im Spanien-Urlaub im Hotelpool schwimmen gelernt hatte. Wenig später machte er schon das Bronzeabzeichen. „Er war so schnell, dass seine damalige Trainerin im Handewitter Sportverein sagte: Er kann hier nicht bleiben“, erinnert sich Daniela Schwedler.

So kam Linus als Fünfjähriger zum FSK, wo er fast im Rekordtempo sämtliche Nachwuchsgruppen durchlief, bis er schließlich in der 1. Mannschaft bei Trainer Lars Levsen landete. „Er hat einfach ganz viel Potenzial, gerade auf den langen Freistilstrecken und im Freiwasser, und eine unglaubliche Willenskraft“, lobt Levsen, der schon manchen Wettkampf erlebt hat, bei dem Linus an der Wende noch hinter seinen Gegnern lag, um am Ende als Erster am Anschlag zu sein.

„Mir gefällt die Ruhe im Wasser. Wenn ich schwimme, bekomme ich gar nichts mehr von der Umwelt mit und kann das tun, was ich will“, sagt der Schüler, der bis zu den Sommerferien die sechste Klasse des Alten Gymnasiums besucht hat. Sein großer Traum: Irgendwann einmal im Endlauf bei Olympia starten. So elegant Linus durchs Wasser gleitet, an Land kann er auch durchaus mal ein Tolpatsch sein: Nachdem er im FSK-Trainingslager mehrfach das Geschirr fallen gelassen hatte, wurde er „lebenslang“ zum Dauer-Tischdienst verdonnert. „Zum Glück wissen die das in Magdeburg nicht“, lacht Linus, der sich mit einer kleinen Abschiedsfeier zu Hause in Handewitt von seinen Schwimmkollegen und Schulkameraden verabschiedet hat.

„Natürlich werde ich meine Freunde vermissen, aber ich habe ja in Magdeburg schon neue gefunden“, sagt er. Am meisten fehlen werden ihm neben seinen Eltern und Schwester Lilith, die Synchronschwimmerin im TSB ist, wohl Hündin Lola. Kein Wunder, schließlich ist der „Frops“ (eine Mischung aus französischer Bulldogge und Mops) genauso eine Wasserratte wie Linus.

lip

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